… sollte dieses Jahr erstmals mit uns nach Lauchhammer brausen.

Ich hatte enormen Respekt vor diesem Termin, schließlich verfranste ich mich früher regelmäßig in den ausgedehnten Stadtteilen, und diesmal kamen zum fehlenden Navi und der Dunkelheit noch zig Baustellen dazu. Aber die Wegbeschreibung von den Mitarbeiterinnen der Stadtbibliothek war einsame Spitze – wie auch der tolle Sektempfang für die Besucher. Da konnte ja gar nichts mehr schief gehen … dachte ich zumindest.

Anfangs verlief auch alles wie geplant – ich las, wie Jacoff um sein Leben ritt, der Richter in den Brand geriet, der Bürgermeister hilflos die Einnahme seiner Stadt durch die Schweden mit ansehen und Jo den widerlichen Schwedentrunk kosten musste. Außerdem gefielen die zum Roman passenden Volksweisen den Zuhörern, wie auch die anschließende Diskussion über die großen Leiden im Dreißigjährigen Krieg (und die vergleichsweise harmlosen Beschwerlichkeiten von Autoren ;-))

Deshalb fühlte ich mich immer wohler, scherzte und schrieb fleißig Widmungen …

Lesung in Lauchhammer … gab gern mit auf den Weg, dass die Leser mich ins Mühlberg des 17. Jahrhunderts begleiten und die Abenteuer der Ratsherren mit erleben sollten.

Dumm nur, dass ich gerade den Krimi signierte – der vom Hoyerswerda des Jahres 1990 handelt, wo es weit und breit keine Ratsherren gab.

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