… da ich mich am Katastrophentourismus nach Mühlberg nicht beteiligen wollte, kam ich erst heute und fuhr an den Tornadotrümmern in der Stadt vorbei zum Schlosshof, um die Präsentation vorzubereiten und die Besucher für den „Sturm der Verdammnis“ und gemeinsam mit der Gästeführerin Rosi Bauer für die Geschichte Mühlbergs zu interessieren …
Und die strahlende Sonne, der laue Wind, die agilen Schwalben, der geräumte Schlosshof am heutigen Tag passten dann so gar nicht zu dem, was sich am Pfingstmontag hier ereignet hatte, als durch den mit 260 km/h treibenden Tornado riesige Bäume entwurzelt und viele Dächer abgedeckt wurden, als die Ziegel wie Geschosse über die Plätze flogen, in Scheiben und Mauern krachten, die Dämmungen spickten und den Putz abschlugen, auch Dachfenster verloren gingen … ein Schaden von 20 Millionen Euro allein in der historischen Altstadt angerichtet wurde.
Den Baufirmen damit zwar dringend benötigte Arbeit bescherte – den Einwohnern aber auch viele Neugierige, welche die Aufräumarbeiten durch Fotoschießwut behinderten und die gesperrten Bereiche missachteten …
Das zu hören, regte mich dann richtig auf.



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