Du durchsuchst gerade das Monatsarchiv für den Dezember 2011.

Mein allerliebstes Netzwerk Textreff veranstaltet ja – wie bereits berichtet – eine Blogwichtelaktion. Und jetzt bin ich die Glückliche, die beschenkt wurde. Mit einem Gastbeitrag von McCoy, dem Liebling von Annette Lindstädt.

Danke Euch beiden für den wunderbaren Beitrag und die neuen Erkenntnisse durch die Terriersicht auf das Ausbuddeln teils vermoderter Dinge :-) .

———————————————————————————————————————————————

ich habe nicht ganz verstanden, warum ich jetzt hier was reintippen soll. meine riesin hat mich darum gebeten, es hat irgendwas mit diesen anderen riesinnen  zu tun, mit denen sie immer so viel unternimmt. und jetzt schreiben sie sich gegenseitig in die blogs oder so. und da ich meine riesin ganz gern mag (schließlich öffnet sie unter anderem meine futterdosen, krabbelt mich und geht mit mir raus), mach ich’s halt.

also bin ich jetzt hier zu besuch bei nora, die gern in der vergangenheit gräbt und dicke papierstapel vollschreibt mit geschichten von früher. das finde ich ja gut, denn graben mag ich. ich habe – auch durch beobachten meiner eigenen riesin – festgestellt, dass es viele gemeinsamkeiten zwischen dem buddeln und dem schreiben gibt.

beim buddeln ist es so: meist überkommt mich die lust dazu am dollsten, wenn mir gerade langweilig ist und wir einfach nur so nebeneinander herlatschen. dann steigt mir plötzlich ein geruch in die nase, dem ich unbedingt nachgehen muss. die riesen nennen das, glaube ich, inspiration. übrigens gefällt mir, genau wie nora, altes vergrabenes am besten. vermoderte dinge haben schließlich das intensivste aroma.

und so wie die schreibenden riesinnen sich  auf die suche nach dem passenden aufhänger oder anfang machen, suche ich den perfekten startpunkt für meine buddelei. der muss sorgfältig gewählt werden, denn von ihm hängt nicht nur der grabeerfolg ab, sondern auch das glücksgefühl beim graben. finde ich zum beispiel den eingang zum mauseloch nicht, habe ich die ganze zeit diesen betörenden duft in der nase, komme aber dem kern (= der maus) nicht näher. und das kann sehr quälend sein.

hat man den anfang dann endlich gefunden, ist die buddelei – wie die schreiberei – einfach nur noch viel fleißarbeit. mal muss man in die tiefe gehen, mal flacher bohren. mal zähe brocken rausreißen, um sich gleich darauf wieder durch weiches zu wühlen. mal kurz innehalten und ein bisschen hecheln, damit es danach umso intensiver weitergeht.

unterm strich aber heißt es: dranbleiben, bis die pfoten wehtun. ist man dann irgendwann fertig, hat man eine schmutzige nase und ist glücklich.

Normalerweise – da ich ja dringend eine Struktur brauche :-) – ist der Samstag dem Bloggen über meine Zeitreisen und Lesungen vorbehalten. Doch es gibt keine Regel, die man nicht brechen könnte … und so will ich heute auf das Lesen im Abidiblog hinweisen.

Das ist nämlich einfach köstlich.

Und drauf gekommen bin ich, weil im weltbesten Netzwerk Texttreff zurzeit ein Blogwichteln veranstaltet wird, ich den Abidiblog zugelost bekam und darüber richtig froh bin.

Weil man sich dort festlesen kann.

… dem Hund eine Tablette geben. Damit seine Wunde besser heilt. (Doch leider hat Nero seinen eigenen Kopf – und garantiert erinnerte er sich dabei auch an die Aktion mit der Entwurmungstablette.)

Zugegeben, beide Heilmittel stinken. Mir einverleiben würde ich sie auch nicht gern. Und deswegen kann ich verstehen, dass Nero sich immerzu sträubt … aber ich bin ja auch nicht von gestern, verabreichte ihm seine erste Medizin (zur Entwurmung) also nach stundenlanger Abstinenz. Und ein hungriger Hund müsste doch …?

Ich gab anno dazumal die Tablette normal in den Futternapf (Versuch 1). Doch er fraß alles rundum, pustete die Tablette sogar sauber.

Ich versteckte die Tablette mit Futter in meiner Hand, ließ ihn lecken und schmatzen. Versuch 2 schien zu klappen – doch zu früh gefreut, er ließ die Tablette samt Futter aus dem Maul fallen.

Nun gut, Versuch 3: Vielleicht fraß er sie ja beim Saubermachen seiner Sauerei? Immerhin leckte er genüsslich den Boden ab – aber ohne die Tablette dabei zu berühren.

Versuch 4: Ich drückte sie ihm direkt ins Maul – er revanchierte sich mit beleidigtem Verschwinden in sein Körbchen. Wo ich kurz darauf auch die teure Entwurmungstablette fand. Unversehrt.

Vielleicht war sie ihm zu hart? Also legte ich sie bei Versuch 5 in den Wassernapf … ihr ahnt es, er soff rundum.

Für den Versuch 6 war sie nun also schmierig – was Nero aber nicht daran hinderte, sie wie ein Spielzeug hin und her zu schieben, sie weder mit Schmeichelei noch Befehlstönen aus meiner Hand zu fressen.

Aber ich hatte noch eine Idee. Unser Hund liebt es nämlich, das Küchenpapier zu zerfetzen – also versteckte ich beim 7. Versuch die Tablette dort. Mit dem Ergebnis, dass er auf das Papier verzichtete…

Langsam gingen mir die Optionen aus – aber ich hatte ja noch Leberwurst im Kühlschrank. Matschte ich also die Tablette in ein Wurstkügelchen – und hoffte auf Versuch 8. Er fraß die Leberwurst mit Hingabe … und dabei sogar die Hälfte der Tablette.

Ich, total begeistert, opferte eine zweite Ladung Leberwurst – und nach 9 Versuchen war dann endlich die Entwurmungstablette dort, wo sie sein sollte.

Was nun aber nicht bedeutete, dass ich bei der ebenso großen, harten und stinkenden Medizin für die Bisswunde genauso geduldig gewesen wäre.  Nein, diesmal versuchte ich es (weil gerade keine Leberwurst verfügbar war) mit meinem Mörser.

Ich zerstampfte die neue Tablette, mischte sie mit dem Trockenfutter – und was passierte? Er fraß alles rundum, pustete die Tablettenkrümel beiseite.

Ich mischte die Krümel mit Büchsenfleisch – er schaffte es aber auch hier, rundum das Fleisch abzuzutschen und einen Großteil der Krümel an den Rand der Schüssel zu pusten.

Ich spendete neues Fleisch – und erkannte endlich Neros Strategie ;-) – redete ihm beim Fressen gut zu, streichelte und tröstete und nach einer Stunde war auch der letzte Krümel dort, wo er sein sollte.

Und ich wollte doch nur mal schnell dem Hund die nötige Medizin geben.

Sie möchten mehr über mich erfahren?

An meinen Erlebnissen, meinem Umfeld teilhaben? Und an dem, was mir sonst noch am Herzen liegt? Dann sind Sie hier richtig.

Sie können das Blog auch abonnieren.

Join 5 other followers

Kalender

Dezember 2011
M D M D F S S
« Nov   Jan »
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  
Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.