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fauchte mich meine (pubertierende) Tochter an, “los! Sprich mir das nach! Und halte dich dran!”
Na, bei so einer netten Aufforderung streckt man doch gern die Beine aus – und lässt sich das von der anderen Tochter vorbereitete und mit Deko verzierte Frühstück munden.
Sieht gut aus, nicht?
Hach, und wie schön es heute mit den Kindern noch werden wird, weil auf dem Ablaufplan für mich nur die farbig markierte Freizeit gilt
… doch eine neue Arbeit wartet leider schon.
(Denn unserem Hund passte das Aussperren natürlich nicht – und in solchen Fällen besabbert er trotzig die Scheibe, die natürlich wieder von mir geputzt werden will … aber das wird erst morgen gemacht – sonst kriege ich Ärger mit der mittleren Tochter, siehe oben.)
In diesem Sinne wünsche ich allen Müttern heute einen entspannten Muttertag.
Ich liebe ja Krimis, Psychothriller und – wenn ich gut drauf bin – auch Horror und Mystery.
Ich mag auch Kinder, klein, naiv, unschuldig und schützenswert.
Und ich wäre nie von allein auf die Idee gekommen, beides zu „vermischen“, mit Kindern Horrorszenen zu besprechen.
Aber die Kinder in einem meiner letzten Workshops wollten das – und verblüfften mich damit total.
Wo war die Begeisterung für „Biene Maja“ oder „Shrek!“, „101 Dalmatiner“, „Zurück in die Zukunft“ oder meinetwegen auch „Barbie und …“ geblieben?
Nichts davon wollten die Zehn- und Elfjährigen kreativ beschreiben, nur eine Geschichte mit Mord und Verfolgungsangst, mit Wasserleichen, faulendem Fleisch, Sägen à la Jig Saw und Bomben auf die Heimatstadt … und was taten sie, als ich ihnen von meinem Entsetzen bei den „Star Wars“-Neuverfilmungen berichtete, meinem Ekel bei den Leidensszenen von Anakin Skywalker, dem Abschneiden von Beinen und Verbrennen im Lavastrom?
Sie lächelten milde und erklärten mir ihrerseits das Normale, das Gewohnte an solchen Massakern wie in „Chucky – die Mörderpuppe“, Saw I bis IV, „Sieben“, „The House of Wax“ … mit Äxten, Drähten, Fallen, Kettensägen …
Klar, damit ist unser Nachwuchs bestens gerüstet. Bereit, um alles leicht zu zerstückeln …
Wurde meine Große erstaunt gefragt.
Nicht doch.
Mit dem „Nero“-Programm kann man zwar auch brennen (Audiodisks z.B.), aber mein Mann, der Namensgeber, dachte mehr an den römischen Imperator in seinen jungen Jahren, an dessen Privilegien und Machtfülle. Er überzeugte damit die Familie – und alle freuen sich schon unheimlich auf den neuen, winzigen Kaiser.
Und auf Wunsch der anwesenden Damen holten wir den kleinen Nero schon heute ab. Doch leider hat er seine erste Autofahrt über holprige Landstraßen nicht so gut verkraftet, übergab sich mehrmals, trank und fraß danach nur ansatzweise, rührte sich wenig und muckte gar nicht, betrachtete das Geschehen erst einmal aus seinem sicheren Körbchen heraus.

Aber das wird noch.
Schließlich trägt er einen großen Namen.
Ich suche im Internet und finde so Erhellendes wie „Adonis“, „Ladykiller“, „Lamborghini“, „Espresso“, „Dalai Lama“. Nicht ganz mein Geschmack.
Lieber werfe ich „Argo“ in die Runde, werde aber abgeschmettert.
Denn die Kinder plädieren für Bello, Hasso, Larry, Lassy, Danny, Blacky, Bobby, Andy, … (ich kann mir die anderen sparen, da die Richtung klar wird
)
Doch nun betritt mein Mann die Bühne und er hat eine Wahnsinns-Idee.
(Aber … wer wollte noch mal den Hund kaufen?!)
Der kleine Günther wird also ab nächstem Sonntag unsere Räume erobern, die Zeit beanspruchen, uns bereichern.
… gibt es die Lokalzeitung mit den Verkaufsanzeigen. Ich finde Labradormischlinge und reinrassige Labradorwelpen, rufe an und vereinbare Besuchstermine. Den ersten noch am selben Nachmittag – was meiner Mittleren eindeutig zu lange dauert. Ich muss laut werden und sie an meine anderen Pflichten (das Schreiben eines historischen Romans und das Ausdenken von mitreißenden, gescheiten Aufgaben für meine Schreibschüler) erinnern. Interessiert sie aber nicht, sie plant bereits die Ausstattung der Hundehütte.
Ich gebe auf.
In unserer Umgebung gibt es keine möglichen Kandidaten… bin fast dafür, das Hunde-Thema auf nächstes Jahr zu verschieben (was ist schließlich so schlimm daran, in der Bude hocken zu bleiben?).
Doch ich hatte mich leider vor den Kindern verquatscht und nun schreibt die mittlere Tochter schon Listen, wer wann Gassi gehen soll und der Kleine sucht aus seinem Spielzeug die Bälle heraus, auf die er zugunsten des Welpen verzichten würde.
Bin also im Zugzwang.
… und möchten noch mehr über mich erfahren? An meinen Erlebnissen, meinem Umfeld teilhaben? Und an dem, was mir sonst noch am Herzen liegt?
Dann sind Sie hier richtig.



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